Sprache als Spiegel der Gesellschaft
Sprache prägt unser Denken, unser Zusammenleben und unser Bild von Wirklichkeit – sie kann verbinden, manipulieren und ausgrenzen.
PD Dr. Astrid von Schlachta & Dr. Marie Anne Subklew
Hybride Lehrveranstaltung digital via Zoom & in Präsenz in Hamburg
Sprache prägt unser Denken, unser Zusammenleben und unser Bild von Wirklichkeit – sie kann verbinden, manipulieren und ausgrenzen. In dieser Lehrveranstaltung untersuchen wir, wie Sprache in Wort und Bild heute in Gesellschaft, Kirchen und unterschiedlichen Gruppierungen eingesetzt wird. Ausgehend von Viktor Klemperers Werk LTI fragen wir danach, welche Mechanismen hinter Sprachgebrauch und Sprachwandel stehen. Anhand aktueller Äußerungen aus verschiedenen Medien analysieren wir, was Sprache über unsere Zeit und ihre Konflikte verrät. Dabei geht es auch um die Frage, wie sich Sprache verändert, um etwa Aufrüstung, Militarisierung oder gesellschaftliche Spannungen zu begründen.
Vaclav Havel, tschechischer Dissident und ab 1989 Präsident der Tschechischen Republik, ging davon aus, dass alle wichtigen Ereignisse der realen Welt, die schönen, ebenso wie die ungeheuerlichen, immer ihr Vorspiel in der Sprache haben. Sprache ist überall. Sprache hat Macht und konstruiert Wirklichkeit. In der Sprache spiegeln sich Dissens und Konsens; Sprache kann radikalisieren und Brücken der Verständigung bauen; Sprache kann manipulieren und ausgrenzen. Gegenwärtig merken wir, wie sich die Sprache verändert, um z.B. Aufrüstung und Militarisierung der Gesellschaft zu begründen.
Die Lehrveranstaltung untersucht, wie Sprache in Wort und Bild derzeitig in der Gesellschaft, in Kirchen und in verschiedenen Gruppierungen gebraucht wird.
Sprache ist menschengemacht – und wirkt auf den Menschen zurück. Sie prägt Gesellschaften – und Gesellschaften prägen sie.
Die Veranstaltungen finden vom 20.10.2026 bis 26.01.2027 dienstags von 18 bis 20 Uhr statt und werden abwechselnd in Präsenz und online durchgeführt. Eine ausschließliche Online-Teilnahme ist ebenfalls möglich.
Dieses Angebot richtet sich an Haupt- und Ehrenamtliche aus deutschsprachigen, täuferisch-mennonitischen Gemeinden sowie alle am Thema Interessierten.
Termin: dienstags 18–20 Uhr
Tagungsort: digital via Zoom & in Präsenz in Hamburg
Zeitraum: 20.10.2026–26.01.2027
Anmeldung: ab sofort bis 01.10.2026 an: friedenskirchen@uni‐hamburg.de (Teilnehmendenzahl ist begrenzt)
